Baron von Münchhausen - Münchhausen Das Musical
Baron von Münchhausen - Münchhausen Das Musical

Pressestimmen


Dewezet B, 13.06.2005

Eine glanzvolle Premiere der Superlative

Bodenwerder feiert euphorisch das neue Münchhausen-Musical / Weit über 2000 Besucher

Von Thorsten Sienk

Bodenwerder. "Toll, einfach toll, fantastisch, phänomenal, atemberaubend, im wahrsten Sinne des Wortes sagenhaft" - wohin man auch hörte: Die Zuschauer schwelgten in lobenden Superlativen. Weit mehr als 2000 Schaulustige erlebten gestern Nachmittag die lang ersehnte Premiere des Münchhausen-Musicals auf dem ehemaligen Gutshof vor der Schulenburg, eine Welturaufführung, die Jung und Alt gleichermaßen fesselte und begeisterte.


Baron von Münchhausen - Münchhausen Das Musical

Trinkfreudig:
Jens Birnbach als Sultan mit seinen schmucken Haremsdamen.


Es war eine wunderbare Reise zu Wasser und zu Lande. "Was ich erlebt hab', das erzähle ich gern", sang Axel Jacobs als Baron von Münchhausen aus voller Kehle. Dem Ensemble von Produzentin Anke Rettkowski gelang es von Beginn an mühelos, das Publikum mitzureißen. "Tanzen und trinken, springen und singen - das Leben ist doch viel zu kurz", sang der Chor und versprühte eine Freude, der sich niemand entziehen konnte.

Das Musical lehnt sich inhaltlich an die Geschichten des berühmtesten Sohnes der Stadt an. Inszeniert sind beispielsweise die Wette mit einem Sultan und selbstverständlich die unvergessliche Fabulierung vom Pferd, das Münchhausen mit einem Schuss von der Kirchturmspitze holte.

"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht", erschallt es in bester Dolby-Surround-Qualität durch den Rathauspark. Der war von vielen Helfern des Bauhofes für das grandiose Spektakel umgestaltet worden: Zelte, Sonnenschirme, Bänke, roter Teppich sorgten für Sommerfest-Atmosphäre - und auch das Wetter spielte zur Premiere trotz zeitweise bedrohlich dunkler Wolken bestens mit.

"Hier lässt es sich gemütlich leben", findet der Baron. Dabei muss sich die Münchhausenstadt heute richtig anstrengen, um über die Grenzen des Weserberglandes hinaus bekannt zu werden. Das Musical ist ein wichtiger Baustein für die Tourismusaktivitäten.

Glaubt man angesichts so viel Fabulierkunst den Ausführungen von Samtgemeindebürgermeister Herbert Bröckel, so stand es anfangs gar nicht so gut um das Musical. Das Geld fehlte. Es war der Initiative des Energieversorgers E.ON Westfalen-Weser zu verdanken, dass es weiterging mit den Ideen von Anke Rettkowski. Die Brauerei Allersheim und die Sparkasse Weserbergland zogen mit und ermöglichten so die gestrige Premiere. "Der Weg ist genau der richtige", sagte Bröckel. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft ließen sich die gut 50 Minuten dauernde Show nicht entgehen. An der Spitze war Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann, der nebst Bodyguards seine komplette Familie mitgebracht hatte. Zufriedene Gesichter auch bei den Sponsoren. Der Griff ins Portemonnaie hat sich gelohnt. "Ungelogen, das war schon irre", fand Bürgermeister Hartmut Schüler.

Zum Schluss gab es einen Blumenstrauß für Produzentin Anke Rettkowski und gelbe Rosen für die Akteure auf der Bühne, für den Komponisten Jörg Heim und Regisseur Jürgen Morche. Dank ging auch an die Bodenwerderaner, die die Truppe nach dem Schlussakkord euphorisch feierten. Für alle, die die glanzvolle Premiere verpasst haben,gibt es Trost: Das Musical wird jetzt regelmäßig sonntags bis zum 12. September aufgeführt. Schon am nächsten Sonntag geht's weiter. Dann landet der Baron um 15.30 Uhr wieder auf seiner Kugel im Rathauspark vor der Schulenburg.

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